Suche Frieden jage ihm nach

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Schwerpunktthema
"Suche Frieden, jage ihm nach"
Gewaltfreiheit als Maßstab der Politik – Impulse von Papst Franziskus und der Katholischen Initiative für Gewaltfreiheit
Stefan Silber
Die Bedeutung von Versöhnung für die Psyche
Klaus Baumann
"Gott lädt zum Haus des Friedens ein" – Friedensbildung aus muslimischer Perspektive
Said Topalovic
Friedensetische Positionen innerhalb der orthodoxen Kirchen 
Regina Elsner
Religionslehrerinnen und Religionslehrer
Heimat ist Verwurzelung – Ein Erfahrungsbericht zum Umgang mit geflüchteten Schüler*innen aus der Ukraine 
Brenda Willmann
Heftmitte
Arthur Yi: Etty Hillesum
Sabine Mirbach
IRP Intern
Neubesetzung im IRP
Publikationen
Fortbildungen
Rückblick – Jahrestagung der Gymnasiallehrer*innen 2022 – Einkehr in stürmische Zeiten 
Tobias Kampmann
Fortbildungen für Lehrer*innen an allgemeinbildenden Gymnasien
Fortbildungen für die beruflichen Schulen
Rückblick – Jahrestagung Berufliche Schulen 2022 – Glaubwürdig Religion unterrichten?!
Christiane Schababerle-Wagner
RU-Impulse
Die anderen Wangen hinhalten – echt jetzt?
Laura Mayer
Welche Rolle kann Religion in bewaffneen Konflikten spielen?
Dorothea Steinebrunner/Jasmin Wölbl
Frieden schaffen mit oder ohne Waffen? Impulse für den Unterricht
Sonja Andruschak/Laura Mayer
Linktipps
Jonas Müller
Literaturtipps
Sonja Andruschak/Laura Mayer/Sabine Mirbach
Mediathek-Filmtipps
Thomas Belke
Literaturtipp

Liebe Lesende, 

 „Suche Frieden und jage ihm nach!“, so fordert David im 34. Psalm. Das Erstaunliche ist dabei, dass er bei dem Ausspruch dieses Satzes selbst auf der Flucht vor dem übermächtigen König Saul war, der ihm nach dem Leben trachtete. Ein klarer pazifistischer Aufruf?

Frieden, im hebräischen Schalom, bedeutet weit mehr als nur die Abwesenheit von Streit und Krieg. Es meint eine tiefe Sehnsucht nach einer heilen und unversehrten Welt, in der keine Gefahr mehr droht und alle Menschen in ihrer Würde gesehen werden. „Suche Frieden und jage ihm nach“: Dieser Appell ist bitter nötig in einer Welt, in der es so viele Auseinandersetzungen gibt – im Kleinen wie im Großen. Doch welche Bedeutung kommt ihm in der Praxis zu? Erscheint er gar surreal? In der Landesverfassung Artikel 12 kommt der Friedensbildung eine bedeutende Rolle zu, demzufolge die Jugend in der Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe und zur Friedensliebe zu erziehen sei. Nicht verwunderlich, dass Schule im Ganzen ein besonderer Auftrag zur Friedensbildung zukommt. Dazu setzen die beiden Leitperspektiven Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) die zentralen Rahmenvorgaben im schulischen Kontext. Schüler*innen sollen befähigt werden, einen dialogorientierten, friedlichen Umgang mit unterschiedlichen Positionen bzw. Konflikten zu pflegen. Die Erziehung zur Toleranz in Bezug auf den Umgang mit Vielfalt ist damit auch ein Beitrag zur Menschenrechts- und Friedensbildung und zur Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft. Die vorliegende Publikation beschäftigt sich unter anderem mit der christlichen Friedensethik – eine ihrer wesentlichen Maximen lautet Gewaltfreiheit. Wie diese politisch und weltweit umgesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sie hat, illustriert Stefan Silber von Pax Christi. Im Anschluss wird die Bedeutung von Versöhnung für die Psyche von Klaus Baumann beleuchtet. Das dort vorgestellte REACH-Modell könnte auch im Unterricht behandelt werden.


Angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sehen wir es bei friedensethischen Fragen als unabdingbar, eine kontroverse Diskussion zu führen. Daher finden Sie im Praxisteil konkrete Vorschläge, wie Sie verschiedene Standpunkte zur hochkomplexen Frage „Frieden schaffen mit oder ohne Waffen“ in Ihr Klassenzimmer bringen können. Der wertschätzende Umgang mit Menschen, die eine andere friedensethische Position vertreten, ist hierbei unumgänglich, wenn Diskussionen fruchtbar geführt werden wollen.

Sowohl der Anteil an muslimischen Schüler*innen in unseren Schulen, zum Teil auch im Religionsunterricht, als auch die in Teilen der Gesellschaft verbreiteten Vorurteile gegenüber dem Islam waren Anlass, von Said Topalovic zusammengetragene islamische Positionen zur Ausgestaltung des friedlichen Zusammenlebens zu hören.

Wie unterschiedlich der theologische Umgang mit Krieg und Frieden innerhalb der orthodoxen Kirche ist und welche Gründe dahinterstehen, können Sie im Beitrag von Regine Elsner lesen.

Wie können wir im Unterricht Frieden nachjagen? Zwei Unterrichtsentwürfe sowie ein Beitrag zum Umgang mit geflüchteten Schüler*innen haben wir für Sie vorbereitet.

Im IRP hat es in den letzten Monaten viele Veränderungen gegeben: Nicht nur die Direktion hat gewechselt, auch in anderen Referaten gab es Neubesetzungen. Die neuen Kolleginnen stellen sich Ihnen gerne vor. 2022 durften wir bei beiden Jahrestagungen Erzbischof Stephan Burger begrüßen, lesen Sie hierzu unsere rückblickenden Gedanken. Wie gewohnt finden Sie Medien-, Link- und Literaturtipps.

Wir wünschen eine anregende Lektüre mit vielen neuen Impulsen für Ihren Unterricht.

 

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Redaktion Dr. Sonja Andruschak, Dr. Sabine Mirbach, Jonas Müller, Miriam Thoma
Autor / Autoren Dr. Sonja Andruschak, Prof. Dr. Klaus Baumann, Thomas Belke, Dr. Regina Elsner, Tobias Kampmann, Monika Leenders-Pannen, Laura Mayer, Dr. Sabine Mirbach, Jonas Müller, Christiane Schababerle-Wagner, PD Dr. Stefan Silber, Dorothea Steinebrunner, u.a.
ISBN-13 978-3-96003-277-9
Erscheinungsjahr 2023
Auflage 500
Leseprobe (1.03 MB)