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Was soll Petra tun?
Dilemmageschichten als Ausgangspunkt ethisch-moralischen Lernens
im Religionsunterricht
Rainer
Kalter/Jörg Conrad
Das Gewissen. Ethisches Lernen anhand der eigenen Erfahrungen
Christine Jerabek

Menschenwürde und Selbstbestimmung am Lebensende: Sterbebegleitung  – assistierter Suizid – Sterbehilfe.
Ethisches Lernen an verschiedenen Perspektiven
Stefanie Schneider

Wie Werte entstehen und welche Rolle dabei das Vorbild spielt.
Annäherungen an die Wertephilosophie von Hans Joas in religionspädagogischer Absicht Joachim Kittel
Literaturhinweise
Joachim Kittel 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Titel des vorliegenden Lernimpulses lautet: ent­ scheiden lernen. Das hat zunächst mit der Beobachtung zu tun, dass gerade junge Menschen mit einer Fülle von Handlungsmöglichkeiten konfrontiert sind; tagtäglich sind kleine und zuweilen auch größere Entscheidungen zu treffen. Aber es geht dabei immer auch um mehr. Es geht um das eigene Menschsein, verbunden mit den Fragen: Wer will ich sein? Welche Werte sind mit wichtig? Welche Werte gehören zu mir? Für welche Werte will ich mich engagieren, für welche Werte will ich einstehen?Oft werden diese Fragen von jungen Menschen nicht bewusst formuliert, aber eine Antwort ist in ihrer Lebens- welt dennoch verlangt. Letztlich geht es darum zu lernen, Position zu beziehen.

Sich in ethischen Fragen begründet zu entscheiden, fordert von einem jungen Menschen mehr als die Fähigkeit, Handlungsmöglichkeiten rational und nutzenorientiert abzuwägen. Gerade bei Entscheidungen, wo es um das Menschsein an sich geht, sind immer Gefühle im Spiel. Es ist also notwendig zu lernen, über die eigenen Gefühle zu sprechen, sich in einen anderen Menschen einzufühlen, um vorschnelle, vordergründig rationale Begründungen mit jener Wirklichkeit in Berührung zu bringen, die sie stets berühren: mit dem menschlichen Antlitz des anderen.

Der Religionsunterricht muss deshalb neben der inhaltlichen Anbahnung von Fachwissen vor allem auch ein Ort sein, der innere Prozesse initiiert, damit Schülerinnen und Schüler die Erfahrung machen können, dass ethische Entscheidungen immer den ganzen Menschen, den Menschen mit Herz und Verstand fordern.

Im vorliegenden Heft arbeiten Jörg Conrad und Rainer Kalter für Klassen 7–9 mit dramapädagogischen Elementen und begreifen die Arbeit mit der Dilemmageschichte Was soll Petra tun? als Ausgangspunkt für das ethisch- moralische Lernen im Religionsunterricht.

Die Unterrichtsmaterialien von Christine Jerabek, ebenfalls für Klassen 7–9, greifen das Thema Gewissen auf und führen mit niveaudifferenzierenden Materialien hin zu einem ethischen Lernen anhand eigener Erfahrungen.

Um das existenzielle Thema Menschenwürde und Selbstbestimmung geht es im Beitrag von Stefanie Schneider für die Klasse 10. Um ethisches Lernen zu initiieren, werden bei den Themen Sterbebegleitung, assistierter Suizid und Sterbehilfe Schülerinnen und Schüler Erfahrungsräume erschlossen, die einen Perspektivenwechsel fordern.

Der das Heft abschließende Beitrag Wie Werte entstehen und welche Rolle dabei das Vorbild spielt plädiert im Blick auf die aktuelle religionspädagogische Diskussion zum Thema Wertebildung dafür, von Wertevermittlung zu sprechen. Werte entstehen nicht nur im Prozess der Selbstbildung des Subjektes, sondern die Entstehung von Werten ist stets ein Vermittlungsgeschehen, in welchem das intensive Vorbild eine wesentliche Rolle spielt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Arbeit mit diesem Lernimpuls und hoffe, dass Sie dem vorliegenden Heft hilfreiche Ideen zum ethischen Lernen im Religionsunterricht entnehmen können.

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Redaktion Dr. Joachim Kittel
Autor / Autoren Jörg Conrad, Christine Jerabek, Rainer Kalter, Dr. Joachim Kittel
ISBN-13 978-3-96003-054-6
Erscheinungsjahr 2016