Digitale Medien im Religionsunterricht der Grundschule

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Vorwort und Hinführung
Editorial
Monika Leenders-Pannen

I. Grundlagen
Mit und im Internet sicher agieren - mit dem Internet-ABC
Tina König
Rechtliche Grundlagenelemente
Monika Leenders-Pannen
Der Beitrag des Religionsunterrichts am Medienkonzept einer Grundschule - Überlegungen aufgrund einer empirischen Studie zur Bedeutung des Religionsunterrichts
Markus Bender
Vom Erzählen und Digital Storytelling im Religionsunterricht (Teil I)
Olav Richter

II. Unterrichtspraxis
Ablauf einer Unterrichtssequenz zu Digital Storytelling - Vom Erzählen und Digital Storytelling im Religionsunterricht (Teil II)
Olav Richter
Meine Lieblingsgeschichte im Religionsunterricht als Zeichentrickfilm
Vertiefung und persönliche Auseinandersetzung mit biblischen und anderen Geschichten 
Fächerübergreifende Projektarbeit Klasse 3/4
Angelika Liolios
"From Lake to Lake" - Weltkirche in der Grundschule über Social Media erleben
Dr. Michaele Furgber
Theologisieren und Philosophieren mit neuen Medien im Religionsunterricht der Grundschule - Ein Angebot des SWR in Kooperation mit dem WDR 
Markus Bender
Glossar zu digitalen Medien im Religionsunterricht der Grundschule
Monika Leenders-Pannen

III. Medien und Hinweise
Mediathek Medientipps
Medienportal - eine Erfolgsgeschichte
Thomas Belke
Literaturtipps
Monika Leender-Pannen/Josef Gottschlich
Linktipps
Jonas Müller

Service
IRP-Medientipps
Abonnement

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie viel Digitalisierung im Grundschulalter nötig ist, fragen sich viele Lehrpersonen und Eltern. Nach Corona sind wir zu Recht froh, dass analoger Unterricht wieder stattfinden kann. Die Sehnsucht nach einer vordigitalen Schule, nach den guten alten Zeiten, keimt in manchen von uns auf, der Wunsch nach einem Unterrichten ohne den neuen Medienstress. Für manche ist der Religions- unterricht in der Grundschule die letzte Oase aus dieser vordigitalen Zeit, in der man vermeintlich noch ohne die neuen Medien auskommen kann.

Darf sich der Religionsunterricht auf diese Weise der Verantwortung entziehen oder hat er im Rahmen der Medienbildung  der Grundschule eine unverzichtbare fachspezifische Aufgabe? Sollte der Religionsunterricht die Potenziale, die in den neuen Medien stecken, nicht auch für seine ureigenen Ziele nutzen und seine Inhalte ins Hier und Heute, d. h. in diese medial geprägte Welt, übersetzen? Darf der Religionsunterricht die äußeren Rahmenbedingungen, unter denen er stattfindet, ignorieren und die fortgeschrittene Digitalisierung der Gesellschaft übersehen, in der die Kinder aufwachsen? Muss er sich nicht noch entschiedener als bislang auf die Seite der Kinder stellen, die oftmals unter den Begleit- erscheinungen der digitalen Mediengesellschaft leiden, unvorbereitet den Gefahren des Internets ausgesetzt und hierdurch in ihrer Entwicklung gefährdet sind? Die jüngst erschienene KIM-Studie von 20221 zeigt, dass im- mer mehr Kinder Medien und Internet selbstständig und ohne Begleitung von Erwachsenen nutzen. Dabei steigt der Anteil der Sechs- bis Siebenjährigen, die Medien alleine verwenden. Zwei Drittel der Eltern nutzen noch keine technischen Filter, um ihre Kinder vor ungeeigne- ten Inhalten im Netz zu schützen.

Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Übernahme von Verantwortung für die Medienerziehung von Kin- dern, in der Elternhaus und Schule, Staat und Kirche, Religionsunterricht und alle anderen Fächer zum Wohle der Kinder und Jugendlichen zusammenwirken, um sie zu schützen und ihr Recht auf altersgemäße und sinnvolle Teilhabe an der Informationswelt zu gewährleisten. In Politik und Kirche wurde in den letzten Jahren entspre- chend reagiert, wobei auch die hierfür nötigen rechtli- chen Rahmenbedingungen geschaffen wurden.2 Es liegt jetzt an uns, diese umzusetzen.

Ein Zurück in eine vordigitale Schule ist also der falsche Weg, verkennt die Lebensrealität der Kinder wie die Chancen und Herausforderungen der digitalen Gesellschaft. Klaus Mertens äußert zu Recht: „Es wäre lächerlich, hinter den Medienwechsel zurückkehren zu wollen, den das digitale Zeitalter eingeläutet hat.“3  Stattdessen spricht er sich für eine postdigitale Schule aus, die der Tatsache Rechnung trägt, dass analoge Beziehungen und Interaktionen im digitalen Zeitalter zusehends wichtiger werden. Vielleicht ist dies gerade das Spezifikum, das der Religionsunterricht zum medialen Schulkonzept beisteuern kann.

Mit diesem Lernimpuls Digitale Medien im Religionsun- terricht möchten wir Anregungen und Ideen anbieten, um zum einen Einfluss auf die Kultur an Ihrer Schule vor Ort zu nehmen. Medienbildung  geschieht nicht im Religionsunterricht allein, sondern ist eingebettet in ein schlüssiges Medienkonzept einer Schule, wie es etwa das Internet-ABC vorschlägt. Zum anderen zeigen wir Ihnen beispielhaft an einzelnen Unterrichtsentwürfen und ver- schiedenen Projektideen auf, wo das spezifische Poten- zial des Religionsunterrichts im Umgang mit digitalen Medien liegen kann. Dem Anfänger oder der Anfängerin im digitalen Unterrichten sei dieses Heft eine Ermuti- gung, mit einfachen digitalen Formaten zu beginnen und dabei darauf zu vertrauen, dass im kollegialen Miteinan- der gerade durch junge Kolleg*innen die Expertise nach und nach wächst. Tipps und Tools im Glossar am Ende dieser Publikation können dazu ein hilfreiches Nachschla- gewerk sein.

Wir wünschen Ihnen Freude dabei, das eine oder andere auszuprobieren und dabei zu erleben, dass sich Ihre bisherigen Unterrichtsformate durch digitale Ideen sehr gut ergänzen lassen.

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Redaktion Monika Leenders-Pannen
Autor / Autoren Thomas Belke, Markus Bender, Dr. Michaele Furgber, Josef Gottschlich, Tina König, Monika Leenders-Pannen, Angelika Liolios, Dr. Sabine Mirbach, Jonas Müller, Olav Richter
ISBN-13 978-3-96003-029-4
Erscheinungsjahr 2023
Auflage 600